Alles über HäuserLastMinuteTermineKontaktAGBsImpressumfigyelemZahnbehandlung

Balatonmáriafürdö
Das Gebiet des heutigen Balatonmáriafürdo befand sich im Besitz der ungarischen Adelsfamilie Festetics. 

Die erste schriftliche Erwähnung aus dem Jahre 1316 gibt an, dass das Gebiet zum Benediktinerkloster in Somogyvár gehörte. In einem Dokument von 1400 wird der Ort Possessio Sandtae Crucis oder Land des Heiligen Kreuzes (was die ungefähre Übersetzung von Keresztúr bedeutet) genannt. 1506 wird ein Dorf mit dem Namen Keresztúr schriftlich aufgeführt, später gerät es in den Besitz der Familie Keresztúr und trägt den Namen Keresztúr. Eine bedeutende Wandlung im Leben des Dorfes setzte mit der Ansiedlung der Familie Festetics ein die 1634 aus Kroatien nach Transdanubien kam. 1698 kaufte der Leutnant Paul (I.) Festetics den Ort, der später an seinen Sohn, den Husarenkapitän Paul (II.) Fastetics und an dessen Sohn Kristóf Festetics vererbt wurde. In dieser Zeit war Kristóf Festetics Ispan im Komität Somogy Parlamentsabgeordneter und Förderer der Wissenschaften. Mit dem Namen Kristóf Festetics verbindet sich der Bau des im Barockstil gehaltenen Schlosses (heute Touristenhotel), in welchem nach dem Bau des Schlosses in Keszthely die Verwalter wohnten.


Direkt auf der Strassenkreuzung befindet sich die unter Denkmalsschutz stehende Barockkirche, die schönste Kirche am Balatonufer, die ebenfalls von Kristóf Festetics erbaut wurde. 

                 

Diese Kirche ist der Stolz des Dorfes. Der Chor und die Kirchenschiffe sind aus den Resten der mittelalterlichen Kirche erbaut. Die Kirche hat einen kreuzförmigen Grundriss, der Turm ist zweistöckig, an den Seitenwänden sind drei nach unten stark verbreiterte Fenster. An den Bogen über den Fenstern und den Seitenwänden sind wertvolle Fresken in bombastischer Farbenpracht, biblische Themen, Girlanden und Blumengebinde darstellend, zu sehen.

                 

Der Bau der Süd-Eisenbahn brachte einen Aufschwung in der Entwicklung des Dorfes. Am Anfang des Jahrhunderts, 1902 wurde der örtliche Badeverein gegründet. Die örtliche Wirtschaft erfuhr eine Wandlung als sich 1891 die Weinbauers aus dem Zalaer Gebiet hier ansiedelten. Die Reblaus hatte ihre gesamten Weinberge vernichtet. Die Weinbauern pflanzten neue Weinberge an, da die Reblaus in der sandigen Gegend nicht vorkommt.

                 

In der Ortsgeschichte muss man an die verheerenden Folgen des II. Weltkrieges erinnern. Die vier Monate hier stehende Front forderte viele Menschenopfer und vernichtete grosse Werte Zwischen 1925 und 1927 trennten sich Balatonmánafürdö und Balatonkeresztúr. Heute sind die Dörfer zusammengewachsen, so dass die hier Ankommenden oft nicht wissen, ob sie in Balatonmáriafürdo oder in Balatonkeresztúr sind.

                 

zurueck